Die rund 16 km lange und 3 km breite ehemalige Elbinsel Krautsand hat sich durch kontinuierlichen Verschlickungs- prozess mit Landanwuchs im Westen und –abbrüchen am östlichen Elbufer allmählich an das Festland angelagert. Von der im 18. Jh. Fast 1.000 m breiten Süderelbe ist heute nur noch eine schmale Fahrrinne mit maximal 40 m übrig geblieben. Aus der Namensform „Crutsand“ ist auf einen seinerzeit ausgedehnten Bewuchs der Insel zu schließen. Kennzeichnend für die Landschaft Krautsands sind verstreut liegende Hofanlagen auf Wurten. Diese Siedlungsstruktur ist gefährdet, da durch den neuen vorgelagerten Elbdeich, der nach der schweren Sturmflut 1976 entstand und erstmals auch Krautsand abschirmt, nun für Neubauten eine Wurtanlage nicht mehr erforderlich macht.
Die Elbinsel Krautsand mit ihrer besonders ausgestatteten Natur hat für den „sanften Tourismus“ ihre eigene Ausstrahlung. Der Blick vom neuen Elbdeich auf die Elbe mit ihrem Überseeverkehr und dem Sportschifffahrtsbetrieb ist immer wieder ein Erlebnis. Rund 80.000 kleine und große „Pötte“ passieren jährlich die Elbinsel. Am langen Sandstrand der Elbe, unterbrochen durch Schilf- und Wattflächen, ist planschen und spielen eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Fahrrad-, Wander- und Reitwege führen durch Wiesen, Felder und Obsthöfe.
Am Elbe- Anleger in Krautsand gibt es einige kleine Imbissbetriebe (u. a. Strandcafe, Fischverkaufswagen). Tausende von Besuchern werden im Sommer angelockt von Fisch-, Floh-, Bauernmärkten und dem Sommerfest mit großem Feuerwerk an der Elbe. Quelle: www.Drochtersen.de