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Ein deutliches Zeichen für den Standort Kehdingen setzt Peter Hatecke: Der Inhaber und Geschäftsführer der Krautsander Bootswerft Ernst Hatecke investiert gegenwärtig rund 2,5 Millionen Euro in die Erweiterung und Modernisierung der Produktionsanlagen auf der Elbhalbinsel. Möglich und nötig werden die Investitionen dank der „guten Auftragslage“, so Hatecke. Die Produktion läuft „auf Hochtouren“. Dazu trägt der weiterhin weltweit boomende Handelsschiffbau ebenso bei wie neue Vorschriften über die Wartung von Rettungsbooten und Hateckes Einstieg in ein neues Marktsegment: Erstmals liefert das Krautsander Unternehmen Rettungsboote für ein Kreuzfahrtschiff. Die bei der Werft Fincantieri in Italien gebaute „Carnival Freedom“ der amerikanischen Carnival Cruise Lines soll im Februar 2007 in Dienst gestellt und zunächst für Mittelmeer-Kreuzfahrten eingesetzt werden. Das 110 000-BRT-Schiff wird zu den größten seiner Art auf den Weltmeeren gehören und mit Hatecke-Booten ausgestattet sein, die nicht nur im Notfall als Rettungsboote verwendet werden, sondern auch als Ausflugsboote, um Passagiere von dem auf Reede liegenden Schiff an Land zu bringen. Dafür entwickelt die Krautsander Werft derzeit einen neuen Bootstyp, dessen erstes Exemplar Ende September fertig gestellt sein soll. Die insgesamt 26 Boote werden im Winter an Fincantieri ausgeliefert. Damit macht das neue Segment fünf Prozent der Gesamtproduktion aus: Rund 520 Boote gehen insgesamt 2006 an die Kunden im ostasiatischen und europäischen Schiffbau, überwiegend handelt es sich um Freifallrettungsboote in den verschiedensten Größen. Neben dem Neubau macht die Wartung einen immer wichtiger werdenden Anteil am Geschäft aus. Neue internationale Vorschriften, die am 1. Juli 2006 in Kraft getreten sind,
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verlangen, dass Rettungsboote und deren Aussetzvorrichtungen jährlich vom Hersteller oder einer autorisierten Fachwerkstatt zu warten sind. Insgesamt betrifft dies über 5000 Einheiten aus der Hatecke-Produktion, die überall auf dem Globus im Einsatz sind. Das bedeutet viel Arbeit für das Hatecke-Team und seine weltweiten Partner: Neue Servicemonteure sollen eingestellt werden, die im Bedarfsfall von Krautsand aus in die internationalen Häfen reisen, dazu kommt ein Netz von autorisierten Servicestationen, das derzeit aufgebaut wird und künftig an rund 30 Standorten weltweit präsent sein soll. Um die notwendige Kompetenz sicherzustellen, soll der Bereich Schulung ausgebaut werden, angedacht ist ein neues Schulungszentrum im Krautsander Außendeichsbereich. Bereits 2005 realisiert wurde die Vergrößerung der bestehenden Kunststoffhalle, die zur Verdoppelung der Produktionsfläche für die Kunststoffabteilung führte. In diesem Jahr folgte der Ankauf eines drei Hektar großen, an das Betriebsgelände angrenzenden Areals des ehemaligen Betonwerkes Oltmann. Diese Fläche wird jetzt als Lagerfläche und Parkplatz genutzt. Gegenwärtig wird die Stahlbauhalle erweitert, auch hier soll künftig eine doppelt so große Produktionsfläche zur Verfügung stehen. Ebenfalls neu gestaltet wird die Zuwegung auf dem Betriebsgelände. Nicht nur als Reaktion auf die gute Auftragslage bewertet Firmenchef Hatecke die umfangreichen Erweiterungsmaßnahmen. Damit solle auch erreicht werden, „dass wir für schlechte Zeiten entsprechend aufgestellt sind“. Die gute Auslastung wirkt sich auch positiv auf die Arbeitsplätze aus: 126 Mitarbeiter sind derzeit inclusive Leiharbeiter beschäftigt. „Es bewegt sich etwas – nicht nur in Hamburg und Bützfleth, sondern auch auf Krautsand“, bilanziert Peter Hatecke. Quelle: Matthias Kanitz-Kabel, Stader Tageblatt, 30.08.2006.
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